Es wird jemand sterben, der dir wichtig ist? 

Gibt es einen Mensch in deinem Umfeld, von dem du vermutest oder ganz sicher weißt, dass er bald sterben wird? Wenn zum Beispiel eine Freundin, ein Geschwister- oder ein Elternteil schwer erkrankt ist oder einen Unfall hatte, kann dies sehr belastend sein. Möglicherweise ist auch jemand von deinen Großeltern schon sehr alt und du machst dir darüber Gedanken, was passiert, wenn er oder sie nicht mehr da ist.

 

Die verbleibende Zeit sinnvoll nutzen.

Vielleicht ist es hilfreich für dich, einen Raum zu haben, in dem du dich darüber auseinandersetzen kannst, wie dein Leben ohne diesen Menschen aussehen wird. Was wird sich alles verändern? Wie kannst du die verbleibende Zeit noch sinnvoll nutzen? Was brauchst du, um dich von diesem Menschen verabschieden zu können?

 

Wir möchten dich darin unterstützen, mit all diesen herausfordernden Gedanken nicht alleine zu sein. Auch wenn wir selbst nicht auf alle Fragen eine Antwort haben, möchten wir uns die Zeit nehmen, sie mit dir gemeinsam  - und für dich passend - zu suchen.

 

Im Folgenden haben wir einige Infos zu Erkrankungen für dich zusammengefasst. Sie werden in vier große Kategorien eingeteilt:

 

  • Erkrankungen, bei denen auf Heilung abzielende Behandlungsmethoden versagt haben (z.B. irreversible Organversagen, onkologische Erkrankungen).
  • Erkrankungen, bei denen eine intensive Therapie eine Lebensverlängerung bewirken kann, die Lebenserwartung jedoch deutlich verkürzt ist (z.B.MukoviszidoseMuskeldystrophien).
  • Erkrankungen, die  fortschreiten und die fast ausschließlich unter palliativen Gesichtspunkten behandelt werden können (z.B. neurodegenerative Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie u.a.Mucopolysaccharidosen).
  • Erkrankungen oder Behinderungen, die keinen direkten fortschreitenden Verlauf zeigen, bei denen jedoch eine erhöhte Anfälligkeit für Komplikationen gegeben und eine verkürzte Lebenserwartung dadurch leider sehr häufig ist  (z.B. sog. schwere Mehrfachbeeinträchtigungen bei Hirn- und Rückenmarkserkrankungen).

 

Wir haben noch einen Tipp für dich: manchmal sind die Diagnosen vom Arzt schwer zu verstehen und erscheinen dadurch möglicherweise sehr beunruhigend für dich. Auf der Website „Was hab‘ ich?“ kannst du Befunde vom Arzt einsenden und sie dir in verständlicher Sprache übersetzen lassen.

 

Wie können wir Dich unterstützen?

Du kannst dich bei uns mit einem Account anonym registrieren und hast dann die Möglichkeit, in einen Mailaustausch mit einer Peer-Begleiterin oder einem Peer-Begleiter aus unserem Team zu gehen. Mit ihm oder ihr kannst Du Dich dann regelmäßig austauschen.

 

Wir sind für dich da. Schreib‘ uns eine Mail