Wie arbeiten wir?


Auf virtueller Augenhöhe

Warum wir mit Peers (=Gleichaltrigen) zusammenarbeiten? Weil wir davon überzeugt sind, dass du am besten von einer Person verstanden wirst, die sich in einem ähnlichen Alter wie du befindet. Dadurch teilt ihr möglicherweise ähnliche Ansichten, Wahrnehmungen und Einstellungen. Wir glauben auch, dass es manchmal einfacher ist, seine Sorgen zunächst anonym mitzuteilen. Dh., dass es vielleicht Themen oder Ereignisse in deinem Leben gibt, die so beängstigend und traurig für dich sind, dass es angenehmer ist, wenn du erst mal keine Reaktion von einem Gegenüber sehen musst oder selbst gesehen wirst, wenn du davon berichtest. Auf da-sein.de findest du deinen eigenen virtuellen Schutzraum, in dem wir dich jederzeit willkommen heißen.

Schreiben statt Schweigen

Vielleicht befindest du dich gerade in einer Situation, für die dir die Worte fehlen. Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, sterben wird oder gestorben ist, kann das so weh tun, dass es dir manchmal sogar die Kehle zuschnürt. Oder du bist unsicher, ob du anderen von deiner Trauer erzählen sollst, weil du sie nicht belasten magst oder nicht weißt, ob sie sich verstehen können.

Wenn du selbst eine Erkrankung hast, kann es sein, dass dir das Sprechen schwerfällt. Möglicherweise hast du gerade auch nicht so viele Gelegenheiten, dich mit anderen auszutauschen, weil du oft und lange im Krankenhaus bist.

Und dann gibt es ja auch immer noch die Tatsache, dass du dich vielleicht lieber schreibend ausdrückst und mit anderen austauschst. Wir finden, dass Schreiben eine ganz eigene und manchmal auch heilsame Kraft hat. Deine Gedanken und Gefühle, deine Wut, Angst, Verzweiflung, den Mut und die Hoffnung aufzuschreiben, kann dich entlasten und dich dabei unterstützen, einen Umgang mit deiner Situation zu finden.  

Qualifiziertes Ehrenamt

Unsere Peers möchten dich auf diesem Weg begleiten. Damit sie dies möglichst gut können, werden alle ehrenamtlichen Peer-Onlineberater*innen in einer Schulung darauf vorbereitet. Dort lernen sie Grundlagen über die Online-Beratung, üben praktisch ein, wie man Mails bearbeiten kann und setzen sich mit ihren eigenen Trauererfahrungen auseinander. Bei ihrer Tätigkeit werden sie dabei von zwei therapeutisch-pädagogischen Fachkräften begleitet. Um sicherzustellen, dass wir dir immer die bestmögliche Begleitung per Mail anbieten können, treffen sich alle Peers 1 x im Monat unter Anleitung im Haus der Stiftung Hospizdienst Oldenburg, um sich auszutauschen. In dieser Praxisbegleitung können Sichtweisen erweitert oder neue Ideen gefunden werden. Außerdem erhalten alle Peers regelmäßig Supervision.

Voneinander Lernen | Vertraulichkeit

Wir begreifen uns in unserer Tätigkeit als Lernende. Wir glauben, dass du selbst Expertin oder Experte deines Lebens bist. Indem du deine persönliche Geschichte mit uns teilst, lernen auch wir neue Perspektiven und Strategien kennen, wie Herausforderungen bewältigt werden. Beratung und Begleitung braucht ein Vertrauensverhältnis. Daher stehen alle unsere Peer-Onlineberater*innen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen unter Schweigepflicht, d.h. wir geben nichts, was du uns anvertraut, an andere weiter. Du solltest aber wissen, dass wir im Team arbeiten. Es ist für uns fachlich wichtig und notwendig, uns untereinander auszutauschen und gegenseitig zu beraten. 

 

Weitere Infos findest du auch in unserem F.A.Q.